Chris the Swiss

Ein Film von Anja Kofmel

„Der Mord an meinem Cousin Chris war eine entscheidende Erfahrung in meiner Kindheit. Als er starb, war ich 10 Jahre alt. Ich sah immer zu ihm auf, bewunderte ihn für seine Reisen, Abenteuer und seinen freien Geist. Ich wollte genau wie er sein.“
Als die Schweizer Regisseurin Anja Kofmel 27 Jahre alt ist, genauso alt wie ihr Cousin, als er starb, beschließt sie, die Umstände seines Todes nachzuverfolgen. Chris Würtenberg’s Leichnam wurde an einem Januarmorgen 1992 in der Nähe der von der jugoslawischen Armee besetzten Stadt Vukovar gefunden. Er trug die Uniform des PIV (First Platoon of International Volunteers), einer paramilitärischen Gruppe, gegründet von Eduardo Rózsa-Flores alias „Chico“. Einige Wochen zuvor hatte sich Chris dem PIV, der mit der „Säuberung“ der serbischen Bevölkerung in den Grenzgebieten zu Serbien beauftragt war, angeschlossen. Mithilfe von Chris‘ Tagebuch beginnt Anja Kofmel seine letzten Schritte nachzuverfolgen, spricht mit seiner Familie und Zeitzeugen, wie seinen Journalistenkollegen und Söldnern des PIV. Reale Szenen und umfangreiches Archivmaterial mischen sich mit animierten Sequenzen, in denen die Regisseurin ihre Sicht auf die Geschehnisse erzählt.

Sprache
Originalfassung (Deutsch/Schweizerdeutsch/Englisch/Spanisch), mit deutschen Untertiteln
Genre
Dokumentarfilm, Animationsfilm, Biografie
Land
Schweiz, Kroatien, Deutschland, Finnland
Jahr
2018
Regie
Anja Kofmel
Länge
90 Minuten
Festivals / Awards
Cannes Filmfestival